Geschichte

Dieser Schauplatz birgt zahlreiche besondere Andenken für Generationen einheimischer Deutschamerikaner und anderer Einwohner der Region. 1870 legte die Schützengesellschaft Davenport (später Schütenverein genannt) diesen Schützenpark an – als Zielkorridor für die Schießkunst mit dem Gewehr. Neben den Schützengebäuden gehörten zum Park ein Gasthof, eine Tanzhalle, ein Musikpavillon, ein Zoo, Bowlingbahnen, eine Achterbahn, Erfrischungsstände, ein Sportplatz und Picknickzonen. Nicht weniger als 12 000 Leute besuchten den Park bei Großveranstaltungen an einem einzigen Tag.

Die Popularität des Schützenparks begann um 1917 nachzulassen, als die antideutsche Stimmung des Ersten Weltkrieges die Aktivität der Deutschamerikaner beschränkte und zum Verbot führten, öffentlich deutsch zu sprechen. Viele Geschäftsleute und Organisationen änderten ihre deutschen Namen. Zeitweise erhielt der Schützenpark den Namen Forstpark (Forest Park). Der Schützenverein Davenport wurde entsprechend seinem englischen Pendant bekannt: Davenport Shooting Association (Schützengesellschaft Davenport).

Dem Park widerfuhr 1919 noch ein ernster Schlag, als das Prohibitionsgesetz die Herstellung und den Verkauf von alkoholischen Getränken verbot, die eine Haupteinnahmequelle des Parks gewesen waren. Der Park wurde 1923 verkauft und Baugrund des Chiropraktisch-Psychopathischen Sanatoriums. Die Davenport Shooting Association nutzte den Park nach dem Verkauf von 1923 weiterhin für viele Jahre. Allerdings hat die Gesellschaft heute ein neues Gelände bei Princeton in Scott County.1960 fiel ein Großteil des Besitzes erneut in die Hände des Davenport Good Samaritan Center.

Was heute von diesem besonderen Schauplatz bleibt, ist als Wildpark erhalten. Der einzige übrig gebliebene Originalbau des Parks ist das Straßenbahn-Wartehäuschen von 1911, das die Stadt Davenport 1998 zu einem „local historic landmark“ (lokale historische Sehenswürdigkeit) erklärte.

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The American/Schleswig-Holstein Heritage Society